\ Chemotherapie

Die Chemotherapie gehört zu den klassischen Behandlungen bei Krebs. Man versteht darunter eine medikamentöse Therapie mit sogenannten Zytostatika. Die Medikamente hindern die Krebszellen daran, sich zu teilen, und sorgen außerdem dafür, dass die Zellen absterben. Auf diese Weise hemmen die Zytostatika das Wachstum des Tumors. Der Vorteil einer Chemotherapie: Da sich die Wirkstoffe über die Blutbahnen im gesamten Körper verteilen, können auch vereinzelte Metastasen erreicht werden. Je nach Medikament geben wir die Chemotherapie als Tablette, Infusion oder Spritze.

Eine Chemotherapie kann unter anderem Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Haarausfall auslösen. Der Grund dafür ist, dass eine Chemotherapie allgemein auf Zellen wirkt, die sich schnell teilen. Das sind neben den Krebszellen auch gesunde Zellen, zum Beispiel die Schleimhautzellen im Mund, im Magen und im Darm.

Aufgrund der Nebenwirkungen haben viele Patienten Angst vor einer Chemotherapie – das ist uns bewusst. Die Chemotherapie hat sich seit den 80er Jahren jedoch sehr verändert und die Nebenwirkungen sind weniger stark ausgeprägt. Hinzu kommt, dass wir mittlerweile alle Nebenwirkungen wirksam mit Medikamenten behandeln und so auch Übelkeit und Erbrechen in den allermeisten Fällen verhindern können.

Wir erstellen für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan und besprechen uns regelmäßig. So können wir die Therapie immer an die aktuelle Situation anpassen und die optimale Verträglichkeit gewährleisten. Gegen den besonders gefürchteten Haarausfall bieten wir außerdem die Kopfhautkühlung an.